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Wildtiere im Zirkus - Tierleid auf Tournee

2015-07-13

VIER PFOTEN setzt sich seit Jahren für ein Ende der Haltung von Wildtieren im Zirkus ein. Und obwohl einige europäische Länder dies bereits verboten oder zumindest eingeschränkt haben, reisen pro Jahr weit mehr als 1000 Zirkusse mit Großkatzen, Elefanten, Giraffen, Flusspferden, Nashörnern und sogar Seelöwen quer durch Europa. Alleine in Deutschland führen noch etwa 140 Zirkusse Wildtiere mit sich. Großes Tierleid ist damit verbunden: Immerhin kann ein fahrender Zirkus niemals auf die speziellen und besonderen Bedürfnisse dieser Tiere Rücksicht nehmen. Wir appellieren daher an Sie: Bitte besuchen Sie keinen Zirkus mit Wildtieren und klären Sie Ihre Kinder auf, warum es den Tieren im Zirkus nicht gut geht. 


So etwas würde kein Elefant jemals aus eigenem Willen machen.
© VIER PFOTEN | Fred Dott

Aus dem Leben eins Zirkustieres…

Bis zu 50 Mal pro Jahr wechselt ein Zirkus seinen Standort. Auf Temperaturempfindlichkeiten der mitgeführten Tiere wird dabei keinerlei Rücksicht genommen: Wüstentiere, wie Kamele stehen teilweise bei etlichen Minusgraden in verschneiten Alpentälern. Löwen harren in winzigen Käfigen aus, in denen sie sich kaum bewegen können. Der Bewegungsmangel ist mitunter das größte Problem dieser absolut nicht artgemäßen Haltung. Teilweise leben Wildtiere, wie Löwen, Tiger oder Bären jahrzehntelang in winzigen Käfigen oder Transportwägen. Auch die viel zu beengten, unstrukturierten Außengehege bieten den Tieren keine adäquate Unterbringung. Ihre Muskeln verkümmern, die Knochen werden spröde. Schwere körperliche Erkrankungen oder Fehlbildungen an den Extremitäten oder dem Rücken sind die Folgen.


Sein Leiden steht ihm ins Gesicht geschrieben.
© VIER PFOTEN International

Viele Tiere, die im Zirkus in einem winzigen Gehege gehalten werden, kennen sich aus der freien Wildbahn gar nicht. Ihr natürlicher Sozialverband wird dafür aufgebrochen: Einzelgänger, wie Tiger oder Bären werden vergesellschaftet. Elefanten oder Löwen, die in intakten Verbänden leben, einzeln gehalten. Das Resultat dieser falschen Haltung ist schwerwiegend: Die Tiere sind über Jahre enormem Stress ausgesetzt. Fast ausnahmslos leiden sie daher unter schweren, stereotypen Verhaltensstörungen. Wenn Sie etwa sehen, wie ein Tiger hektisch die Gitterstäbe seines kleinen Käfigs auf und ab läuft, so hat das nichts mit dem natürlichen Jagdverhalten zu tun, sondern ist vielmehr ein Zeichen für eine stereotype Störung. 


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