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VIER PFOTEN führt Gütesiegel für tierische Produkte ein



© VIER PFOTEN

„Tierschutz-kontrolliert“ umfasst erstmals Kriterien für Haltung, Transport und Schlachtung

VIER PFOTEN bringt das Gütesiegel „Tierschutz-kontrolliert“ in Österreich auf den Markt. Damit können sich Verbraucher künftig beim Einkauf tierischer Produkte bewusst für artgemäße Tierhaltung entscheiden.

 

Bei der Entwicklung des Gütesiegels haben auch Experten aus der Wissenschaft mitgearbeitet. Ein erster Lizenznehmer ist der steirische Fleischproduzent Schirnhofer: Drei Produkte vom „ALMO“-Almochsen werden ab 5. Juni 2017 bei Merkur und Penny gelistet sein.



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Der Konsument kann somit wesentlich umfassendere Tierschutz-Kriterien beim Einkauf berücksichtigen

Mit der Einführung von „Tierschutz-kontrolliert“ bietet  VIER PFOTEN erstmals ein Gütesiegel, das nicht nur die Bedingungen für die Haltung, sondern auch für den Transport und die Schlachtung der Tiere entscheidend verbessert.

 

Außerdem ist „Tierschutz-kontrolliert“ in Österreich im Vergleich mit bestehenden Gütesiegeln jenes mit den höchsten Standards: Es schließt in seinen Richtlinien beispielsweise sowohl die Anbindehaltung bei Milchkühen als auch die betäubungslose Ferkelkastration kategorisch aus. 

 

„Tierschutz-kontrolliert“ von VIER PFOTEN umfasst zwei Stufen, „Silber“ und „Gold“. Beiden Stufen liegen verbindliche Richtlinien bezüglich Haltung, Transport und Schlachtung zugrunde, deren Einhaltung von unabhängigen Kontrollstellen streng überprüft wird. 

 

In Deutschland hat VIER PFOTEN „Tierschutz-kontrolliert“ bereits 2012 gelauncht. Das Fleisch vom ALMO-Ochsen der Firma Schirnhofer, das bei REWE Süd erhältlich ist, trägt das Gütesiegel dort seit 2014. 



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70 % der Österreicherinnen und Österreicher wünschen sich ein Gütesiegel, das Tierschutz-Kriterien berücksichtigt

Gleichzeitig finden es 64 % schwierig, solchen Kriterien beim Einkauf Rechnung zu tragen, da die Informationen ihrer Ansicht nach unzureichend oder unübersichtlich sind. VIER PFOTEN hat in den vergangenen Jahren daher selbst immer wieder eine bessere Kennzeichnung bei tierischen Produkten gefordert.

 

In der konventionellen Haltung leben die Tiere in der Regel in strukturlosen Ställen. Mastrinder und Schweine werden auf harten Beton-Spaltenböden gehalten, ohne Zugang zu Stroh oder sonstigem kaubaren Beschäftigungsmaterial. Schweine werden ohne Betäubung kastriert, ihnen werden die Schwänze kupiert. Intensiv gehaltene Masthühner wachsen schneller als ihr Skelett das Gewicht tragen kann – viele können daher zum Ende der Mast kaum noch laufen. Sie leben in extremer Enge, viele von ihnen sind schwer krank und sterben noch vor dem Schlachttermin.

 

All dies ist nach unseren Kriterien nicht erlaubt.

Bei „Tierschutz-kontrolliert“ gilt generell: größeres Platzangebot, Stallstrukturierung, Beschäftigungsmaterial, feste Gruppen, Tageslicht, Auslauf, eine Begrenzung der Transportzeiten auf das geringstmögliche Maß sowie strenge Vorgaben für die Schlachtung.

 


Fragen und Antworten zu diesem Thema finden Sie hier.


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