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Was sind Eintagsküken?


Jede Legehenne hat einen toten Bruder

In Österreich werden in der Legezucht jährlich 9,4 Mio. männliche Küken sinnlos getötet - die Tötung von Küken ist in der Eierproduktion ein Thema. Männliche Küken legen keine Eier und gelten daher als unerwünschtes Nebenprodukt.  

 

Die Tötung der Küken geht aus der Spezialisierung der Geflügelzuchtbetriebe, auf Mast – oder Legelinie, hervor.  Bei Masthühnern können sowohl männliche als auch weibliche Tiere verwendet werden, wohingegen in der Legelinie nur die weiblichen Tiere groß gezogen werden. Bei einem ausgewogenen Geschlechtsverhältnis von 50:50, hat also jede Legehenne einen toten Bruder.




Es geht auch anders

Beispiel: Pionierprojekt „Haushuhn und Gockelhahn“

 

Im Jahr 2013 hat VIER PFOTEN das Pionierprojekt „Haushuhn und Gockelhahn“ in Zusammenarbeit mit der Bio-Marke „Ja!Natürlich“ in Österreich ins Leben gerufen. 

Mit Partnern aus dem Einzelhandel und der Eierbranche wurde im Zuge des Pionierprojektes „Haushuhn und Gockelhahn“ verschiedene Alternativen zur Kükentötung getestet und ihre praktische Umsetzung erprobt. Unter anderem wurden die Mast der männlichen Tiere aus den Legelinien und die Nutzung von Zweinutzungshühnern getestet. Zweinutzungshühner sind sowohl zur Eier- als auch zur Fleischgewinnung geeignet. In der Zucht werden also zwei verschiedene Zuchtziele gleichermaßen berücksichtigt.

 

Das Pionierprojekt „Haushuhn und Gockelhahn“ hat in Österreich einer flächendeckenden Branchenlösung für die Bio-Eierproduktion den Weg geebnet.

 

Mehr zum Pionierprojekt lesen Sie hier.


Bio-Branchenlösung in Österreich

Die zwei Brütereien, der Biodachverband und der Lebensmitteleinzelhandel haben sich im Mai 2015 darauf geeinigt, in Zukunft keine männlichen Eintagsküken für die Bio-Eier Produktion mehr zu töten. Die konkrete Umsetzung soll bis ca. Mitte 2017 abgeschlossen sein.  Diese inkludiert den Aufbau von Bio-Elterntierherden, die Umstellung der Hühner auf eine andere Genetik (Lohmann Sandy statt Lohmann Brown) und das Ende der männlichen Kükentötung.

 

VIER PFOTEN möchte auch in Deutschland eine ähnliche Branchenlösung anschieben und ein Ende der Tötung von männlichen Legeküken auf politischer Ebene erreichen.



© VIER PFOTEN | Dania Huber

VIER PFOTEN fordert

  • Wir fordern einen Stopp der Tötung männlicher Küken in der konventionellen Landwirtschaft.

 

Dazu gibt es verschiedene Lösungsansätze, wie Mast der männlichen Küken oder die Etablierung von Zweinutzungshühnern. Der vor dem Schlupf vorgenommenen Geschlechtsbestimmung im Ei stehen wir kritisch gegenüber, da diese keinen Ausweg aus der einseitigen Zucht bedeutet und dem Aufbau einer nachhaltigen Zucht von Hühnern versperrt. 

 


Was Sie tun können

Durch Reduzierung des Konsums tierischer Produkte oder in einem weiteren Schritt durch den gänzlichen Verzicht trägt man als Konsument aktiv dazu bei, ein Umdenken in der Industrie zu erwirken. Da der Ei- und Geflügelfleischkonsum weltweit steigt, ist es in der derzeitigen Situation wichtiger denn je, die Haltungsbedingungen der Tiere zu verbessern. 


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