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Dinge, die Sie über die Eierindustrie wissen müssen

2017-10-13

© Kybele - Fotolia

    • Küken werden heute in riesigen Brutmaschinen ausgebrütet, ohne jeglichen Kontakt zur Mutter.
    • Legehennen können normalerweise ein Alter von bis zu 15 Jahren erreichen. In der Intensivtierhaltung werden sie nur etwa 20 Monate alt, da sie dann wegen der sinkenden Legeleistung geschlachtet werden.
    • China und die USA sind mit Abstand die führenden Länder in der Eierproduktion. 
    • Jedes zweite Ei wird nach Schätzungen in Lebensmitteln wie Süßigkeiten, Backwaren, Nudeln oder Mayonnaise verarbeitet. Die meisten stammen aus der Käfighaltung. Für Verbraucher ist es nicht nachvollziehbar aus welcher Haltung die Eier stammen, denn Hersteller müssen die Herkunft in verarbeiteten Produkten nicht angeben. 
    • Um Federpicken oder Kannibalismus in der engen Haltung zu vermeiden, werden den Küken die Schnäbel gekürzt und das ohne Betäubung. Bei diesem Eingriff haben die Küken starke Schmerzen, denn der Schnabel ist von Nerven durchzogen und daher empfindlicher als eine menschliche Fingerspitze.
    • Auf der ganzen Welt werden die meisten Legehennen in kleinen Käfigen, in sogenannten Legebatterien oder in intensiver Stallhaltung mit mehreren Ebenen (der sog. Bodenhaltung) gehalten. In einem Käfig leben mehrere Hennen und der Platz pro Tier ist kleiner als ein DIN A4-Blatt.
    • Für die Eierproduktion werden nur die Hennen benötigt. In einer Großbrüterei werden die Küken nach dem Geschlecht sortiert. Da männliche Küken keinen Nutzen für die Industrie haben, sie keine Eier legen und zu wenig Fleisch ansetzen, sind sie ein unnötiges Nebenprodukt und werden noch an ihrem ersten Lebenstag getötet.
    • Im Gegensatz zu den wild lebenden Verwandten, produziert ein Hochleistungshuhn fast ein Ei pro Tag – in Summe können sie bis zu 300 Eier im Jahr legen. Diese unnatürliche hohe Legeleistung hat gesundheitliche Folgen für das Huhn. Das Risiko für Knochenbrüche steigt oder sie haben andere Krankheiten, die oft zum frühzeitigen Tod führen.

Was Sie tun können

Je mehr Eier wir essen, desto mehr unterstützen wir die Eierindustrie ihre Produktion zu erhöhen. Mit jeder Mahlzeit können wir entscheiden wie Hühner in unserer Gesellschaft gezüchtet, gehalten und behandelt werden.

 

VIER PFOTEN empfiehlt allen Tierfreunden das Prinzip der 3Rs (1. Reduce, 2. Refine, 3. Replace): 1. Versuchen Sie ihren Eierkonsum zu reduzieren, 2. achten Sie beim Eierkauf auf höhere Tierschutzstandards oder kaufen Sie Eier aus der Bio- oder Freilandhaltung,  und 3. versuchen Sie Eier durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen, denn dies ist die tierfreundlichste Weise sich zu ernähren. Von Rührei, über Omelett bis hin zur Quiche – für jedes Gericht gibt es viele lecker Ei-Alternativen, die wie das „Original“ schmecken.  Und gerade beim Backen ist es ganz leicht Ei durch Alternativen zu ersetzen oder einfach weg zu lassen.

 

Mehr zu den unterschiedlichen Haltungsformen von Hühnern finden Sie hier.


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