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Eingriffe bei Ziegen

2016-06-27

© VIER PFOTEN

Enthornung

  • Zweck: Tiere sollen sich auf engem Raum nicht gegenseitig oder das Betreuungspersonal verletzen.
  • Die Hornanlagen werden ausgebrannt. Hornanlagen sind mit Nerven durchzogen, daher ist das Enthornen sehr schmerzhaft.

Kastration bei männlichen Tieren ohne Betäubung

  • Zweck: verhindert den sogenannten Bockgeruch und die Zeugungsfähigkeit männlicher Tiere. Macht die Tiere umgänglicher.
  • Die Samenstränge werden mit einer Zange (Burdizzo-Zange) stark gequetscht.
  • Es gibt auch andere Methoden der Kastration (z.B. operativ  mit einem Skalpell).

 


Warum werden viele Eingriffe eigentlich ohne Betäubung gemacht?

In den meisten Ländern sind die genannten Eingriffe ohne Betäubung bis zu einem bestimmten Alter der Tiere erlaubt. Früher ging man davon aus, dass junge Tiere nicht dasselbe Schmerzempfinden haben wie Ausgewachsene. Dies ist jedoch längst widerlegt. Der Hauptgrund ist, Geld einzusparen, denn eine fachgerechte Betäubung muss in der Regel von einem Tierarzt durchgeführt werden. Dieses Geld wird durch die bestehenden gesetzlichen Ausnahmeregelungen für Nutztiere auf den Betrieben eingespart. Undenkbar hingegen wäre es, würde man die Kastration eines männlichen Hundes oder eines Katers ohne Betäubung erlauben.  Bei Nutztieren geht es leider vorrangig um den ökonomischen Nutzen – selbst bei extrem schmerzhaften Prozeduren wird keine Rücksicht genommen. Gesetzgeber lassen sich hier leider sehr häufig von der Wirtschaftsseite leiten. Aber auch die Gesellschaft und die Konsumenten müssen bereit sein, für Tierwohl mehr Geld auszugeben.



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