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Wie gefährlich sind Füchse in der Stadt?

2015-07-08

© VIER PFOTEN

VIER PFOTEN gibt Tipps für den Umgang mit den Wildtieren

Obwohl Füchse Wildtiere sind, treffen wir sie immer öfter in Städten an. Manchmal wagen sich Füchse sogar in Gärten oder bis vor die Terrassentür. Viele Menschen haben Angst, dass sie Tollwut verbreiten und vom Fuchsbandwurm befallen sind. VIER PFOTEN meint dazu: Die Risiken sind überschaubar. Allerdings schadet ein bisschen Vorsicht auch nicht.

 

Der Fuchs ist ein typischer Kulturfolger. In Städten finden die Tiere leicht Nahrung wie Ratten, Mäuse, Tauben, aber auch in den Abfällen des Menschen. Hinzu kommt, dass die Temperaturen dort in der Regel angenehmer sind. Insgesamt sind die Lebensbedingungen für Füchse in urbanen Gebieten oft besser als im Wald oder in landwirtschaftlichen Regionen. Füchse fühlen sich in der Stadt deshalb wohl.


VIER PFOTEN sieht im Zusammenleben mit diesen Wildtieren keine Gefahren

Die Nähe zwischen Mensch und Fuchs verläuft in der Regel reibungslos. Nach Fronescus Beobachtung freuen sich die meisten Menschen, wenn sie die Möglichkeit haben, die Tiere beobachten zu können. Viele schätzen sie außerdem als nützlich ein, weil sie Ratten und Mäuse jagen oder auch kranke und tote Tiere beseitigen.

 

Dennoch: Mancher Gartenbesitzer möchte  Füchse lieber von seinem Grundstück  fernhalten.Zäune nützen nicht viel, weil Füchse sie leicht überwinden können oder sich unten hindurchzwängen. Andererseits kann ein Fuchs wenig Schaden anrichten. Wer sich dennoch daran stört, ihn im Garten oder sogar auf der Terrasse zu treffen, sollte verhindern, dass er dort Nahrungsquellen entdeckt. Auch Lärm und Licht schrecken die Tiere ab. Wenn Menschen sich regelmäßig dort bewegen, halten Füchse Abstand. Liegt ein Fuchsbau im Garten, sollten die Tiere zur Zeit der Jungenaufzucht nicht vertrieben werden.



© VIER PFOTEN | Matthias Schickhofer

Wie sollen sich Menschen verhalten, die zufällig einem Fuchs im Garten begegnen?

Füchse sind nicht aggressiv. Es besteht keine Gefahr für Menschen. Die Tiere haben eine natürliche Scheu und versuchen den Kontakt mit Menschen zu vermeiden, solange sie sich nicht an Menschen gewöhnt haben, weil sie regelmäßig gefüttert wurden.

 

Was die Tollwut betrifft, war dies auch in Österreich noch vor einigen Jahren ein Problem, allerdings gilt das Land seit 2008 als tollwutfrei. Wie stark Füchse mit dem so genannte Kleinen Fuchsbandwurm befallen sind, ist  regional sehr unterschiedlich. Laut der Abteilung für Medizinische Parasitologie an der Universität Wien gab es 2013 in Österreich acht Krankheitsfälle. Die Gefahr, sich mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren, ist also eher gering. In den Gegenden mit höherem Befall sollten zum Schutz die klassischen Hygieneregeln befolgt werden, also Hände nach der Gartenarbeit, Spaziergängen oder dem Kontakt mit Tieren gründlich waschen. Zur Sicherheit gilt das auch für Obst und Gemüse. Der Fuchsbandwurm kann auch bei Hunden und Katzen vorkommen - wenn diese die Zwischenwirte des Wurms, also infizierte Nagetiere wie Mäuse gefressen haben. Daher ist eine regelmäßige Entwurmung und Hygiene im Umgang mit Haustieren wichtig.

 

Fuchskot sollte vor allem aus dem Bereich entfernt werden, in dem Kinder spielen, so wie Hundekot auch. Und genau wie diesen empfiehlt es sich, den Fuchskot am besten mit einer Plastiktüte aufzunehmen, um jedes Infektionsrisiko auszuschließen, und ihn dann in der Mülltonne zu beseitigen. 


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