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Vorsicht: Der Herbst ist die Zeit der Wildunfälle

2015-10-22

Spektakulärer Unfall mit jungem Rothirsch in Kärnten

Der jüngste spektakuläre Unfall in Kärnten, bei dem ein junger Rothirsch durch die Windschutzscheibe eines Linienbusses flog, macht die Gefahr von Wildunfällen im Herbst leider deutlich. Daher bittet VIER PFOTEN Autofahrer, vorsichtig und vorausschauend fahren, besonders im Bereich von Wildwechsel-Schildern oder auf Strecken, die für häufigen Wildwechsel bekannt sind.



© VIER PFOTEN, Brigitte Kopetzky

Die meisten Unfälle passieren in den Abend- und Nachtstunden sowie auf Freilandstraßen

Ein ausreichender Abstand zum Vordermann ist nun besonders notwendig – für den Fall, dass dieser aufgrund eines die Straße kreuzenden Tieres abrupt bremsen muss. Im Herbst müssen wir außerdem bedenken, dass das auf den Straßen zahlreich vorhandene nasse Laub praktisch zur Eisbahn werden und sich so unser Bremsweg  erhöhen kann. 

 

Laut Statistik Austria ereigneten sich auf Österreichs Straßen im Jahr 2014 insgesamt 280 Wildunfälle, bei denen auch Personen zu Schaden gekommen sind. Es wurden 338 Menschen verletzt und zwei Personen getötet.


Was im Fall eines Zusammenstoßes mit Tieren zu beachten ist?

Der ÖAMTC rät, die Geschwindigkeit zu reduzieren, das Fernlicht auszuschalten und zu hupen, sobald ein Wildtier in Sicht ist. Hat das Tier die Fahrbahn überquert oder läuft es davon, heißt es weiter vorsichtig sein, da Wildtiere meist in Gruppen unterwegs sind.

 

Eine Vollbremsung für ein Reh, einen Hirsch oder ein Wildschwein ist demnach rechtlich zulässig. Bei einem Zusammenstoß mit Kleintieren wie Hasen oder Eichhörnchen muss man bei einem folgenden Auffahrunfall allerdings mit der Übernahme zumindest eines Teils des Schadens rechnen. Wieder anders ist übrigens die Situation bei auf der Straße angefahrenen Haus- und Nutztieren, wie z.B. einem Rind. In diesem Fall ist der Besitzer des Tieres für den Schaden verantwortlich, der entstanden ist.


Was ist nach einem Unfall zu tun?

Auch wenn man denkt, man könnte dem Tier noch helfen, sollte man es keinesfalls berühren. Vielmehr ist die Unfallstelle, wie bei anderen Unfällen, sofort entsprechend abzusichern und gleich die Polizei zu verständigen – selbst wenn das Tier nur leicht verletzt wurde. Die Polizei benachrichtigt dann ihrerseits die örtliche Jägerschaft.

 

Auch der größte Tierliebhaber kann hier nicht mehr eingreifen. Im Gegenteil, eigenmächtiges Handeln kann zu Problemen mit der Justiz führen, denn die Mitnahme eines verletzten oder getöteten Tieres stellt laut Gesetz einen strafbaren Tatbestand dar.  Umso mehr appellieren wir an alle Autofahrer, zur Prävention  Vorsicht statt Nachsicht walten zu lassen: Vorausschauend und vor allem mit gemäßigtem Tempo zu fahren ist die beste Methode, um Wildunfälle zu vermeiden.


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