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Vom richtigen Umgang mit Kuhherden beim Wandern

2017-07-11

© VIER PFOTEN

Auch heuer wurden leider bereits Unfälle von Wanderern mit Kühen gemeldet. Dabei sind Kühe eigentlich äußerst friedfertige Tiere – mit einem sehr starken Mutterinstinkt. VIER PFOTEN rät, Kuhherden generell zu meiden und gibt Tipps für einen maximalen Wanderspaß.

 

Biologisch betrachtet, sind Rinder Fluchttiere, die bei Gefahr eigentlich weglaufen. Nur, wenn es keinen Fluchtweg gibt oder sie ihre Jungtiere verteidigen, können diese so friedlichen Tiere auch mit einem Angriff reagieren.

 

Kühe haben einen sehr starken Mutterinstinkt, weswegen man als Wanderer Muttertiere und ihre Kälber meiden sollte. Viele  Zwischenfälle, bei denen Wanderer verletzt werden, hätten auf diese Weise vermieden werden können.

 

Abgesehen davon hilft es, sich ein paar einfache Regeln zu Herzen zu nehmen, um eine Wanderung auch ohne unerfreuliche Zwischenfälle genießen zu können:

 

  • Am besten man klärt schon vor der Wanderung ab, ob diese über Weiden führt und sucht gegebenenfalls nach alternativen Routen. Das gilt vor allem, wenn Hunde mit von der Partie sind.

 

  • Beim Wandern sollte man markierte Wege nicht verlassen und ganz allgemein ein achtsames Verhalten an den Tag legen.

 

  • Ist die Überquerung einer Weide unvermeidlich, rät VIER PFOTEN, sich ruhig zu verhalten und begleitende Hunde unbedingt anzuleinen. Hunde können deren angeborenes Abwehrverhalten auslösen, sodass eine ursprünglich friedfertige Kuh-Herde bedrohlich reagieren kann.

 

  • Die Begegnung mit Tieren in der freien Natur ist ein beeindruckendes Erlebnis und kann den Wunsch nach Kontakt bewirken. Doch auch wenn das Kälbchen noch so herzig scheint, darf es nicht berührt oder gefüttert werden, da dies den starken Schutzinstinkt seiner Mutter vermehrt wecken könnte. Vielmehr ist generell zu allen Rindern auf der Weide größtmöglicher Abstand zu halten.

 

  • Lärmendes Verhalten, das Imitieren von Kuhlauten und ruckartige Bewegungen bzw. spontanes Umherlaufen sollten in jedem Fall unterlassen werden.

 

  • Die Körperhaltung der Tiere ist sehr aufschlussreich: Ein Senken des Kopfes in einer Konfrontation ist eine eindeutige Drohgebärde. In einem solchen Fall sollte man so ruhig wie möglich zurückweichen und die Alm verlassen. Außerdem ist es ratsam den Hund abzuleinen falls eine Kuh ihre Drohung wahr macht. 

 

Berücksichtigt man diese wenigen einfachen Verhaltensregeln, so kann ein Restrisiko, das bei einem Zusammentreffen mit Tieren nie ganz auszuschließen ist, minimiert werden. Ein respektvoller Zugang zur Natur und ihren Lebewesen ist jedenfalls die beste Voraussetzung für ein sommerliches Wandervergnügen.



© VIER PFOTEN | Brigitte Kopetzky

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