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Respektvolles Verhalten gegenüber Tieren ist auch im Ausland möglich

2016-06-29

Andere Länder, andere Sitten – das ist ja auch das Schöne am Urlaub. Allerdings gilt es zu beachten, dass Tierschutzstandards im Ausland selten auf so hohem Niveau wie in Österreich sind. Und was Touristen auf den ersten Blick als reizvoll e Urlaubsattraktion oder als kulinarische Delikatesse erscheint, ist vielleicht für Tiere mit Qualen verbunden. VIER PFOTEN gibt Tipps, wie man auch im Ausland Tieren gegenüber respektvoll bleibt.



Statt füttern, lieber an lokalen Tierschutzverein spenden

Was vor allem in südlichen Ländern dem Urlauber sofort ins Auge springt, ist die Anzahl an streunenden Tieren. Man lässt sich als Tierliebhaber leicht dazu verleiten, die Tiere zu füttern. Das Problem ist, dass sich die Streuner sehr rasch an diese Nahrungsquelle gewöhnen, die dann nach der Urlaubssaison sofort wieder versiegt. Aus Tierschutzsicht ist Füttern auch deshalb kritisch, weil sich die Tiere dadurch noch schneller vermehren. Viel sinnvoller ist es daher, einen lokalen Tierschutzverein direkt am Urlaubsort mit einer Spende zu unterstützen.


Immer öfter werden Touristen Fotos mit Wildtieren angeboten, sehr beliebt sind natürlich Tierbabys. Wenn die es Gelegenheit gibt, Selfies oder andere Aufnahmen mit z.B. Bärenbabys zu machen, dann müssen sofort alle Alarmglocken schrillen. Hier handelt es sich um reine Geschäftemacherei auf Kosten der Tiere, die meist unter inakzeptablen Bedingungen gehalten werden. 



© VIER PFOTEN | Tibor Rauch

Touristenattraktionen können oft Tierleid bedeuten

Ebenfalls ein Klassiker unter den Touristen-Attraktionen, besonders in exotischen Ländern, sind Elefanten-, Pony-, Esel- und Kamelritte. Aber Vorsicht: Die meisten dieser Tiere werden nicht artgemäß gehalten. Oft sind sie auch den ganzen Tag über der Hitze ausgesetzt, ohne mit frischem Wasser versorgt zu werden. 

 

VIER PFOTEN empfiehlt außerdem, sich von Sport- und Wettkämpfen mit Tieren fernzuhalten und diese damit nicht zu fördern. Ob es die traditionellen Stierkämpfe  in Spanien und Portugal oder die grausamen Hunde-, Bären- oder Hahnenkämpfe sind: Ihnen ist gemeinsam, dass Tiere dafür gequält werden. Bei Stierkämpfen etwa werden Tiere schon vor dem Spektakel bewusst gereizt. Das kann von Schlägen gegen die Nieren über das Bohren von Nadeln in die Geschlechtsteile bis hin zur Verabreichung von Medikamenten, um die Tiere orientierungslos zu machen, reichen. Während des Kampfes wird der Stier oft mit Lanzen in die Seite gestochen. Höhepunkt ist die Tötung, wobei der Tod meistens durch Ersticken am eigenen Blut infolge des „Gnadenstoßes“ eintritt.


Zu guter Letzt: Vorsicht beim Kauf von Souvenirs

In vielen Geschäften werden Gegenstände aus Elfenbein, Schildkrötenpanzer, Lederprodukte aus Häuten exotischer Tiere oder Korallen angeboten. Mit dem Kauf trägt man zur Ausrottung geschützter Arten bei. Die Einfuhr von Souvenirs, die von bedrohten Arten stammen, ist nach dem Washingtoner Artenschutz-Abkommen nicht erlaubt und wird mit Geldbußen und sogar Freiheitsstrafen geahndet.


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