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VIER PFOTEN Einsatz in Syrien

2017-07-18

© Ahu Savan An | VIER PFOTEN

UPDATE, 14.8.2017

Bereits gestern haben wir auf Facebook die erfreulichen Nachrichten verkündet, dass Löwin Dana, die wir aus dem Zoo Nähe Aleppo gerettet haben, ein gesundes Baby zur Welt gebracht hat. Nach dieser langen und anstrengenden Reise von Syrien nach Jordanien, scheint es fast so, als hätte die Löwin mit der Geburt gewartet bis sie an einem sicheren Ort ist.

 

Wir sind überglücklich, dass Dana sich gut um das neugeborene Baby kümmert und sich wohl in Al Ma'wa for Nature and Wildlife fühlt.




UPDATE, 12.8.2017

Die Tiere aus dem Zoo nähe Aleppo sind in Al Ma'wa Nature for Wildlife angekommen

 

 

Nach vier langen Wochen, ist es seit gestern endlich Realität - für uns und die 13 Tiere, die wir aus dem "Magic World" Vergnügungspark nahe Aleppo gerettet haben. Wir konnten damit beginnen, die Tiere in ihre Gehege zur Resozialisierung freizulassen. Diese Gehege sind kleiner, als ihre späteren, lebenslangen Gehege, da Wildtiere, die lange Zeit auf engem Raum gelebt haben, erst eine Zeit brauchen, um sich an das plötzliche Platzangebot zu gewöhnen.

 

Für die Tiger ist Jordanien nur ein weiterer Zwischenstopp. Sie werden mit uns gemeinsam nach FELIDA Big Cat Centre weiterreisen, wo sich ein Team aus spezialisierten Tierpflegern um sie kümmern wird.


Gestern Nacht gelang es uns zwei Löwen und zwei Hunde aus Aleppo zu retten.
© VIER PFOTEN | Ahu Savan An

UPDATE, 29.07.2017

HAPPY END FÜR DIE VERBLIEBENEN TIERE VON ALEPPO

 

Gemeinsam mit dem türkischen Ministerium für Forst- und Wasserwirtschaft, türkischen Helfern und Sicherheitsfirmen haben wir es geschafft, vier weitere Tiere, zwei Löwen und zwei Hunde, aus dem „Magic World“ Vergnügungspark nahe Aleppo zu evakuieren. Nach monatelangen Planungen und zwei Wochen an Vorbereitungen vor Ort ist es nun endlich geschafft. Wir konnten alle 13 zurückgelassenen Tiere aus dem verwahrlosten syrischen Zoo in die Türkei bringen. Dort werden wir auch die vier Neuankömmlinge medizinisch untersuchen und betreuen, bis sie fit genug für eine Weiterreise sind. Wir möchten sie in artgemäße Unterkünfte bringen, damit sie endlich in ein tiergerechtes Leben starten und ihre dunkle Vergangenheit im Krieg vergessen können.



Wir konnten insgesamt 13 Tiere, u.a. eine trächtige Löwin aus dem "Magic World" Vergnügungspark nahe Aleppo befreien.
© VIER PFOTEN | Ahu Savan An

UPDATE, 26.7.2017:

Die medizinischen Untersuchungen sind voll im Gange

 

Unser Team vor Ort gemeinsam mit Dr. Frank Göritz vom IZW haben alle Hände voll zu tun, die Tiere ordentlich durchzuchecken, und zu chippen. Denn erst wenn wir Klarheit über den Gesundheitszustand der drei Löwen, zwei Tiger, zwei Hyänen und zwei asiatischen Schwarzbären haben, kann darüber entschieden werden, wann die Reise für die ehemaligen Zootiere aus Aleppo weiter geht. Im Moment befinden sich die neun Tiere in Karacabay (Türkei), wo man sich rund um die Uhr um sie kümmert. Sobald es Neuigkeiten über ihren Gesundheitszustand gibt, werden wir Sie darüber informieren.

 

Mehr Updates finden Sie unter anderem auf unserer Facebook Seite: https://www.facebook.com/4PFOTEN/



© VIER PFOTEN | Ahu Savan An, VIER PFOTEN | Jasmine Duthie


VIER PFOTEN rettet Tiere aus Vergnügungspark nahe Aleppo

Drei Monate nach unserer letzten, hochriskanten Rettungsmission im Mittleren Osten, bei der wir den Löwen Simba und die Bärin Lula aus der  umkämpften Stadt Mossul (Irak) gerettet haben, ist ein VIER PFOTEN Nothilfeteam erneut auf einer äußerst riskanten Mission. In enger Zusammenarbeit mit Sicherheitsexperten haben wir neun Tiere aus einem Vergnügungspark in der Nähe einer der schlimmsten Kriegs- und Krisenregionen der Welt gerettet - Aleppo. Trotz schwerer, kämpferischer Auseinandersetzungen in Aleppo und den umliegenden Regionen, gelang es unserem LKW, die neun nahezu verhungerten Tiere sicher an die syrisch-türkische Grenze zu bringen. Von dort aus geht die Reise für die Tiere sofort weiter. Wir bringen sie in ein Wildtierschutzzentrum in Karacabey, nahe der türkischen Stadt Bursa, wo sie eine vorübergehende Unterkunft finden werden. Es warten außerdem noch mehr Tiere auf ihre Rettung in Aleppo. Wir hoffen diese in den nächsten Tagen ebenfalls in Sicherheit bringen zu könnnen. 




Neun Tiere konnten bisher sicher aus Syrien gerettet werden

Drei Löwen (zwei Weibchen und ein Männchen), zwei Tiger (ein Weibchen und ein Männchen), zwei Asiatische Schwarzbären (ein Weibchen und ein Männchen) und zwei Hyänen (ein Weibchen und ein Männchen) zählen zu den ersten neun Überlebenden aus einemverwahrlosten Zoo nahe Aleppos in Syrien. „Der anhaltende Krieg hat seine Spuren auch an den Tieren hinterlassen. Mangelnde Wasser- und Futterzufuhr sowie fehlende medizinische Betreuung haben sie seelisch und körperlich traumatisiert. Viele der Zootiere wurden durch Bombenangriffe getötet. Es gab kein Entkommen aus dieser tödlichen Falle für sie. Mit unserer Mission wollen wir zeigen, dass diese Tiere es auch verdient haben, von uns Menschen gesehen und gehört zu werden“, sagt VIER PFOTEN Tierarzt und Leiter der Mission Dr. Amir Khalil. Für ihn war klar, dass sie den Zoo schnellstens verlassen müssen: „Der immer schlechter werdende Gesundheitszustand der Tiere macht uns große Sorgen. Außerdem können Wildtiere wie Bären und Großkatzen, die in desolaten Gehegen untergebracht sind, für Menschen schnell eine Gefahr darstellen.“



Tiere sind stark dehydriert und müssen erst aufgepäppelt werden

Die ersten geretteten Tiere sind alle extrem erschöpft und dehydriert. Viele haben kleine Wunden, aber keine gröberen Verletzungen. Unser VIER PFOTEN Team vor Ort hat die Tiere mit Wasser versorgt und sie sind am Weg der Besserung. Unterstützt von türkischen Tierschützern begannen die Tiere ihre Reise in ein Tierschutzzentrum in Karacabey nahe der Stadt Bursa. Dort werden sie, sobald auch die restlichen Tiere eingetroffen sind, von dem VIER PFOTEN Team untersucht und medizinisch betreut. Sofern es ihr Gesundheitszustand zulässt, werden die ehemaligen Zoobewohner in ein neues und adäquates Zuhause gebracht. 


Finanzielle Unterstützung für Mission von amerikanischen Großspender

Finanziell unterstützt wird die herausfordernde Rettungsaktion durch eine Großspende von dem amerikanischen Journalisten, Geschäftsmann und Tierschützer Eric Margolis. „Ich bin sehr erleichtert, dass der erste Teil der Rettungsaktion geglückt ist. Die Zoobewohner hatten keine Möglichkeit aus ihren kargen Käfigen zu flüchten. Sie waren tagtäglich von explodierenden Bomben und Schussgeräuschen umgeben. Diese Mission hat ihnen das Leben gerettet. Ich hoffe, dass auch die restlichen Tiere bald in Sicherheit sind“, so Margolis.



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