VIER PFOTEN App nun für Iphone/Ipad und Android erhältlich


VIER PFOTEN App Download für
AndroidAndroid

IphoneIphone

Rettung in der EGS Haringsee: Mauswiesel Lilly

2017-06-08
Mauswiesel Lilly hatte Glück im Unglück.
© Stefan Knöpfer

Jungtier ist der neue Herzensbrecher der EGS Haringsee

Völlig ausgekühlt, nass und schwach lag das Mauswiesel-Baby in der Wiese. In letzter Sekunde konnte das Tier gerettet und in die von VIER PFOTEN geführte EGS Haringsee gebracht werden. Das Muttertier hatte es offensichtlich verloren, wahrscheinlich bei einem Quartierwechsel.


Lilly kann sich nun erholen uns hoffentlich bald wieder in die Wildnis entlassen werden.
© Stefan Knöpfer

Das kleine Mauswiesel-Weibchen wurde ausgerechnet im Garten des Waldviertler Sommerhäuschens von Dr. Hans Frey, dem wissenschaftlichen Leiter der EGS Haringsee, gefunden. Nach ihrem Zustand zu schließen, war sie schon länger alleine – und viel länger hätte sie auch nicht mehr ausgehalten. Von Dr. Frey wurde sie gleich in die EGS gebracht, wo sie erstversorgt und gewärmt wurde. Seither erholt sich der kleine Wieselwelpe erstaunlich schnell. Das EGS-Team gab ihr den Namen Lilly. Und Lilly ist eindeutig der neue Herzensbrecher der Station. 

 


Diesen Augen kann kaum jemand widerstehen.
© Stefan Knöpfer

Mauswiesel spielen eine bedeutende Rolle

Mauswiesel werden auch im Erwachsenenalter nicht größer als ca. 20 cm und ernähren sich – daher der Name - hauptsächlich von Mäusen. Für Biobauern sind sie eine willkommene und wichtige Unterstützung. Unverständlich bleibt, dass diese kleinen Beutegreifer laut Jagdgesetzen in den östlichen Bundesländern Österreichs ohne Schonzeiten ganzjährig bejagt werden.


In der von VIER PFOTEN geführten Eulen- und Greifvogelstation Haringsee konnte im Jahr 2016 1.431 Tieren geholfen werden. Alle jungen Eulen und Greifvögel wurden, wenn möglich, durch Ammeneltern der gleichen Art großgezogen und zu 90% wieder freigelassen. Die EGS ist die einzige Pflegestation, in der Jungvogelfindlinge durch Ammen derselben Vogelart, also in einem natürlichen Familienverband, großgezogen werden können. Dadurch werden die schädlichen  Folgen einer Handaufzucht vermieden. Auch Sumpfschildkröten, Igel, Fledermäuse und andere Kleinsäuger wurden fachmännisch versorgt und, wenn möglich, wieder in die Natur entlassen.


drucken