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Gallebären: Vietnams traurigsten Bären

2017-05-09

An die 1.300 Bären - hauptsächlich asatische Schwarzbären - leben auf rund 400 Bärenfarmen in Vietnam. Vielen von ihnen wird auch heute noch Bärengalle entnommen. Eine unfassbar hohe Zahl, wenn man bedenkt, dass die vietnamesische Regierung bereits im Jahr 2005 lobenswerte Maßnahmen gegen die grausame Haltung von Bären ergriffen hat, in dem sie den Verkauf und Konsum von Bärengalle verboten hat. Wie die VIER PFOTEN-Recherchen in den vergangenen Jahren gezeigt haben, fristen die meisten dieser Bären ein trauriges Leben  in winzigen Metallkäfigen, in denen sie sich kaum einmal um die eigene Achse drehen können. Und das Schlimmste daran: Nach wie vor wird vielen von ihnenBärengalle entnommen, wie dieses aktuelle Video von uns beweist: 



Das fürchterliche Abzapfen des Gallensaftes

Wie im Video ersichtlich, werden die Bären - meist sind es Kragenbären - unter furchtbaren Bedingungen erst betäubt, dann wird ihre Gallenblase per Ultraschall lokalisiert und mittels einer langen Nadel, die durch die Bauchdecke gestochen wird, punktiert. Oftmals sind die Betäubungen so schwach, dass die Bären die unfassbaren Schmerzen bewusst mitbekommen. Sie schreien in diesen Momementen vor Schmerzen. 

 

Nach dem Abzapfen infizieren sich die Wunden oftmals und Bären, denen regelmäßig Gallensaft entnommen wird, leiden unter schmerzhaften Abszessen, Blutvergiftung oder sogar Leberkrebs. Dem nicht genug führt die Haltung der Bären in winzigen Käfigen zu massiven Verhaltensstörungen, die in schweren Fällen sogar zu Selbstverstümmelung führen können. VIER PFOTEN Experten haben mehrere Bärenfarmen besichtigt und viele grausame Fälle von Missbrauch dokumentiert. Unser Kollege und Wildtierexperte, Thomas Pietsch, war selbst vor Ort: „Die Käfige sind extrem winzig, kaum größer als die Bären selbst und völllig reizarm. Den Bären fehlt es an allem. Sie sind krank und apathisch. Das ist extreme Tierquälerei." 

 

Die Tiere leben in Metallkäfigen, in denen selbst der Boden aus einem Gitter besteht. Sie haben keinerlei Möglichkeit sich, bequem hinzulegen, geschweige denn zu stehen. Manche Käfige waren so klein, dass ein ausgewachsener Bär sich kaum noch selbst um die eigene Achse drehen konnte. 



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