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Fiaker kein immaterielles UNESCO Kulturerbe: Dank an rund 12.000 Unterzeichner der VIER PFOTEN Petition

2017-02-15

© VIER PFOTEN

VfGH bestätigte vor kurzem Hitzeferien und Ruhetage

Erfolg für den Tierschutz und VIER PFOTEN: Die Fiaker werden nicht in die Liste des immateriellen UNESCO-Kulturerbes aufgenommen. VIER PFOTEN dankt nach Monaten der Mobilisierung allen 12.000 Menschen, die die VIER PFOTEN Petition dagegen unterschrieben haben. Auf diese Weise haben sie mitgeholfen zu verhindern, dass der Schutz von Kultur und sogenannten Traditionen auf dem Rücken von Lebewesen passiert. Wir danken auch der UNESCO, die eindeutig die richtige Entscheidung getroffen hat.

 

Unabhängig davon hat der Österreichische Verfassungsgerichtshof vor wenigen Wochen bestätigt, dass die Regelung zum Hitzefrei ab 35 Grad sowie die Einschränkung der Arbeitstage auf 18 pro Monat zulässig ist. 

 

Schon vor fast einem Jahr hatten die Wiener Fiaker einen Antrag auf Aufnahme in das immaterielle UNESCO-Kulturerbe gestellt. VIER PFOTEN sah darin einen Missbrauch der Institution UNESCO. Die Tierschützer haben daher an die österreichische UNESCO-Kommission eine kritische Stellungnahme geschickt. Zudem startete VIER PFOTEN eine Petition gegen die Aufnahme (http://bit.ly/fiaker-UNESCO-kulturerbe) und kontrollierte in den Sommermonaten regelmäßig die Einhaltung der Hitzebestimmungen.

 

VIER PFOTEN wird jedes Jahr, besonders im Sommer und im Winter bei Glatteis, mit zahlreichen Beschwerden und Augenzeugenberichten von erbosten Mitmenschen konfrontiert, die sich über die Situation der Fiaker-Pferde in der Wiener Innenstadt echauffieren. Darunter sind nicht nur Wiener Bürger, die konkrete Missstände beobachtet haben, sondern auch zahlreiche Touristen, die empört sind, dass in Wien noch immer eine derartig antiquierte Nutzung von Tieren zulässig ist.

 

Seit vielen Jahren fordert VIER PFOTEN Verbesserungen der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Wiener Fiaker-Pferde, so etwa Fahrten ausschließlich in Grünanlagen, ausreichend Schutz vor Sonneneinstrahlung, Hitzeferien sowie eine Beschränkung der Arbeitszeiten. Davon, dass die Fiakerei „von Gemeinschaften und Gruppen in Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt, in ihrer Interaktion mit der Natur und mit ihrer Geschichte fortwährend neu gestaltet“ wird, wie es als Kriterium Nummer 4 für die Aufnahme von Elementen in das österreichische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes formuliert ist, war in den vergangenen Jahren leider nichts zu bemerken. 


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